Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Zeit-Ton

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

Mut zur Menschlichkeit. "Was werden wir unseren Enkeln erzählen?", fragt die Schauspielerin Katharina Stemberger, angesichts von Menschen, die täglich vor unseren Augen ertrinken und erfrieren Weltweit werden Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, weil sie zu Hause nicht mehr leben können. Ein relativ kleiner Teil schafft es bis vor die Tore Europas. "Und wir schauen zu, wie auf den Inseln, wo wir gerne Urlaub machen, Internierungslager entstehen, und Menschen vor unseren Augen täglich ertrinken und erfrieren, dann frag ich mich: Was werden wir unseren Enkeln erzählen?", fragt die Schauspielerin Katharina Stemberger. Sie hat mit Kolleginnen und anderen Prominenten die Aktion "Courage - Mut zur Menschlichkeit" gegründet und fordert, Menschen aus dem abgebrannten Lager Moria aufzunehmen. Über die Wurzeln und Gründe für ihr Engagement und über Begegnungen mit den Menschen in den Flüchtlingslagern auf Lesbos, die sie gemeinsam mit dem katholischen Bischof Hermann Glettler vergangenen Dezember besucht hat, erzählt Katharina Stemberger in ihren "Gedanken für den Tag".

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Hans Georg Nicklaus. Der ungarische Komponist Ernö (oder auch Ernst von) Dohnanyi versucht Bartok mit Brahms zu verbinden und Darius Milhaud lässt die Welt entstehen. Dieses Ballett hat nichts Geringeres zum Thema als die "Erschaffung der Welt", die man im Paris der 20er Jahre exotischer Weise mit afrikanischer Folklore beginnen lässt. So zirka in der Mitte der Ereignisse fordert der Komponist Darius Milhaud: "vif", lebendig soll es klingen, denn jetzt treten Lebewesen, vor allem die äußerst ?lebendigen' Menschen erstmals in Erscheinung. - Wie ernst soll man das nehmen?

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Die Tierärztin Fabia Wyss vom Zoo Basel erzählt über die Flamingos. Teil 2: Fangaktion in Südfrankreich Gestaltung: Anja Petersen Flamingos sind gesellige Vögel. In freier Wildbahn leben sie oft in riesigen Kolonien mit Tausenden von Tieren. Einer der bekanntesten Nistplätze in Europa liegt in der Carmargue im Süden Frankreichs. Dort sind die Tiere mit dem leuchtend roten Federkleid schon von weitem zu erkennen. Die Vögel tragen nicht von Anfang an ein buntes Federkleid. Die Küken sind nach dem Schlüpfen graubraun. Erst wenn sie geschlechtsreif werden, bekommen die Tiere ihre charakteristische Färbung. Der Grund dafür ist die Nahrung: Auf dem Speiseplan wild lebender Flamingos stehen Algen und kleine Krebse, die bestimmte Farbpigmente enthalten, durch die das Gefieder rosa wird. In Zoos, wo sie diese natürliche Nahrung nicht haben, wird ihnen ein spezielles Ersatzfutter verabreicht. Sonst würden die Vögel nach und nach ausbleichen. Eine Besonderheit der Flamingos ist die Ernährung der Küken. Beide Elternvögel füttern ihre Jungen mit einem in der Speiseröhre produzierten Nährsekret, das der Milch von Säugetieren ähnelt. Erst nach etwa zwei Monaten ist der Schnabel der Jungtiere so weit entwickelt, dass sie selbst Nahrung aus dem Wasser filtern können.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Zukunft Wald

Potential für kommende Generationen (2). Gestaltung: Kim Cupal und Nikolaus Scholz Der Wald gilt für viele als Hoffnungsträger gegen den Klimawandel. Denn gesunde, bewirtschaftete Wälder dienen uns als CO2 Speicher und unterstützen mit einer Vielfalt an Bodenlebewesen die langfristige Bindung des Kohlenstoffs im Waldboden. Doch seine Stabilität und Widerstandskraft ist abhängig von einer artenreichen Fauna und Flora. Und gerade diese geht zunehmend verloren. Denn nach wie vor bestehen mehr als die Hälfte der österreichischen Wälder aus reinen Fichtenwäldern. Die zunehmende Trockenheit, der Borkenkäfer, die Windbrüche setzen den Monokulturen massiv zu, ebenso die Nonnen-Raupe, die bevorzugt Kiefer- und Föhrenwälder schädigt, sowie zahlreiche Pilze. Daher ist der Wald heute von Naturkatastrophen und Schädlingen in Mitleidenschaft gezogen und wohl selbst der größte Verlierer des Klimawandels. Von den heimischen Nadelbaumarten erscheint vielerorts noch die Kiefer als am besten gegen den Klimawandel gewappnet. Im Laubwald könnte währenddes die bislang regierende Buche von den Trauben- und Stieleichen überholt werden. Eine bislang unterschätzte Baumart, die sogar unter enormen Trockenstress nicht mit der Photosynthese aufhört und von der Schwäche der anderen profitiert. Eine Alternative, um klimastabile Wälder zu schaffen, bietet auch die Einführung bislang nicht heimischer Baumarten. Vor allem die Douglasie, die Küstentanne und Roteiche, vielleicht auch die Baumhasel und Esskastanie oder die türkische Tanne gelten als vielversprechend. Im Nationalpark Kalkalpen und zahlreichen anderen europäischen Schutzgebieten hat sich in den vergangenen Jahren die ?Tu Nichts' - Philosophie durchgesetzt: Von den 21.000 Hektar Nationalpark Kalkalpen sind aktuell rund 400 Hektar Naturwald - hier darf sich der Wald gänzlich ohne menschliches Eingreifen entfalten. Somit werden die Fichten ihrem sicheren Tod überlassen und zurück bleiben nur mehr skelettartige Monumente auf verödeten Flächen. Doch was auf den ersten Blick nach Wüste aussieht, ist der Anfang neuen Lebens. Junge Buchen, Tolkirschen, Türkenbundlilien und seltene Orchideenarten wie den Frauenschuh finden hier Licht und Platz, um zu gedeihen. Wie ist es um den Wald der Zukunft bestellt, und welche Wege beschreiten die Waldbesitzer und Förster, diese ökologische wie ökonomisch Ressource für die kommenden Generationen gesund zu erhalten?

09.30 Uhr
Radiokolleg - Positionen in der Kunst

Jonathan Meese (2). Gestaltung: Christine Scheucher *Jonathan Meese: Klamauk trifft Pathos!* Seine Malerei ist expressiv und wirkt zuweilen wie der spontane Kreativausbruch eines Kleinkinds. Doch Jonathan Meeses grelle Farbexplosionen sind nicht so harmlos, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Sie verweisen auf deutsche Mythen und Symbole und schöpfen aus einem kryptischen Zitatschatz. 2016 hätte Jonathan Meese den "Parsifal" in Bayreuth inszenieren sollen. Für Meese, der sich seit den späten 1990er Jahren an Wagners Mythen abgearbeitet hat, ging ein großer Lebenstraum in Erfüllung. Dementsprechend groß war die Empörung, als Katharina Wagner sein Engagement im November 2014 kündigte. Nach dieser viel diskutierten Absage der Bayreuther Festspiele lud der damalige Festwochen-Intendant Thomas Zierhofer-Kin Jonathan Meese ein, ein großes Parsifal-Projekt zu entwickeln. Meeses Antwort auf Richard Wagners Bombast hat etwas hysterisch Überreiztes. Die Methode der Überschreibung trifft ohnehin den Kern von Meeses künstlerischen Verfahren. Nationale Symbole wie das Eiserne Kreuz sind im visuellen Baukastensystem des Künstlers fix verankert, genauso wie eine mitunter martialische Rhetorik. Meeses Umgang mit der deutschen Geschichte polarisiert. Tatsächlich kann man sich streckenweise nicht des Eindrucks erwehren, dass die Erinnerungsarbeit des Künstlers trotz ästhetischer Brechung auch von einer gewissen Faszination für das Monströse getragen wird. In seinem "Mondparsifal" wirft Jonathan Meese die große Zitatmaschine an, verwurstet deutsche Mythen, Symbole und Narrative in einem großen schrillen Bombardement der Zeichen, lässt Trash auf Hochkultur treffen, Klamauk auf Pathos.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Was ist Clubkultur?

Vier Modelle aus Österreich (2). Gestaltung: Stefan Niederwieser Was ist Clubkultur. Den Begriff führen mittlerweile Kuratorinnen genauso im Mund wie Bohèmiens, Staatssekretärinnen und Eventmanager. In Clubs und um sie haben sich zahlreiche Musikstile und Genres entwickelt. Zudem waren sie Keimzellen sozialen Wandels. Denn in ihnen waren Klasse und Hautfarbe für einige Stunden ausgehebelt. Sie erschufen utopische Singularitäten. Dieser Moment wurde kultiviert und verfeinert. In Clubs wird gefeiert. Doch das ist lediglich ein hübscher Nebeneffekt. Mindestens genauso zählen die Musik, die Art wie sichergestellt wird, dass sich alle wohlfühlen, oder das Spiel mit der eigenen Identität. Clubs bieten dafür einen kontrollierten Rahmen. Das soziale und ästhetische Design dieses Ortes ist Clubkultur. In Clubs finden Subkulturen einen Raum - wenn etwa eine Gemeinschaft eigene Regeln dafür aufstellt, was guter Geschmack ist und was Anerkennung verdient. Am deutlichsten lässt sich das in Österreich in einigen städtischen Außenbezirken beobachten. Die Namen der Musiker, die dort in Clubs auftreten oder von einem DJ gespielt werden, sind bei der Mehrheitsbevölkerung kaum bekannt. Kulturelles Kapital will an diesen Orten anders verdient werden. Auch dort, wo sich lesbische, schwule oder queere Menschen gerne zum Feiern treffen, gilt es sich anders auszuprobieren und sich zu behaupten. In anderen Teilen der Clubkultur werden kapitalistische Zwänge unterlaufen. Und auch Hip Hop galt einmal als eine Musik der Entrechteten. In diesem Radiokolleg werden vier Modelle näher betrachtet, die heterotopische Momente für ihre Community schaffen. Stefan Niederwieser gibt Einblicke in Techno, Hip Hop, queere und migrantische Clubkultur in Österreich. In Szenen also, die eine Pandemie zu zerstören droht.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Christoph Wagner-Trenkwitz. Böhmische (Opern-)Musikanten Eine tückische Quarantäne hat den Dezember-Anklang über tschechische Musizierfreude in der Oper vereitelt. Nun wird er nachgeholt: mit Musik von Josef Myslivecek über Vítezslav Novák bis Bohuslav Martinu. Mit dabei sind natürlich auch Nováks Lehrer Antonín Dvorák, der "Ahnvater" Bedrich Smetana sowie der späte Meister Leo? Janácek. Zu hören sind mehrheitlich Aufnahmen in der klangvollen Originalsprache, mit tschechischen bzw. slowakischen Interpretinnen und Interpreten wie Jarmila Novotná, Gabriela Benacková, Peter Dvorsky, Lucia Popp und Magdalena Kozena.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Grade von Nacktheit" von Lisa Moore. Aus dem Englischen von Kathrin Razum. Es liest Dorothee Hartinger "Die obere Hälfte von Joans Haus ist in Flammen aufgegangen und abgebrannt, während sie unten schlief." So beginnt Lisa Moores Kurzgeschichte "Grade von Nacktheit". Joan ist die Schwägerin der Ich-Erzählerin, sie wird eine Weile bei ihrer Familie wohnen. Kann man sich nackter, entblößter fühlen als Joan? Die Frage stellt Moore in ihrer Geschichte nie. Für die im Titel angekündigte Gradmessung benötigt sie nur eine fotografisch genaue, lakonische Sprache, die hinter den Alltagsszenen ihrer Mittelschichtsfiguren und deren Beziehungskonstellationen die Tiefen sichtbar macht. Lisa Moore wird 1964 in St. John's, der Hauptstadt Neufundlands, geboren und zählt zu den bekanntesten Schriftstellerinnen Kanadas. "Degrees of Nakedness" lautet der Titel ihrer Kurzgeschichte im englischen Original, das schon 1995 erschienen ist. In den vergangenen Jahren wurden mehrere ihrer Romane ins Deutsche übersetzt - unter anderem das für den Booker Prize nominierte Buch "Und wieder Februar". Nun erschien bei Hanser "Fremde Hochzeit", eine Kompilation von Moores Kurzgeschichten aus mehreren Jahrzehnten. Darunter solche aus ihrem Debütband mit der titelgebenden Geschichte "Grade von Nacktheit". Gestaltung: Antonia Löffler

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. 100 Jahre Salzburger Festspiele Gestaltung: Stephan Pokorny "Ich glaube an die Unsterblichkeit des Theaters. Es ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiter zu spielen." Max Reinhardt Legendäre O-Töne aus dem ORF-Archiv und historische Mitschnitte zur 100-jährigen Geschichte der Salzburger Festspiele sind auf dieser Jubiläums-CD versammelt: Von Max Reinhardts originaler "Rede über den Schauspieler" und Alexander Moissi als erstem "Jedermann"-Darsteller über die ältesten erhaltenen Musikaufnahmen - wie Mozarts "Requiem", unter der Leitung des Komponisten der Großen Festspielfanfare, Joseph Messner, aus dem Jahr 1931 - bis hin zu einer Fülle von Anekdoten und Erinnerungen rund um das Festival (unter anderem vom langjährigen Festspielchauffeur Paul Oberascher) und launigen Ausschnitten aus Festreden (wie jener von Carl Zuckmayer 1970) wird der dokumentarische Rahmen auch mittels Zeitzeug/innen gespannt. So werden aus einer historisch chronologischen Sichtweise vor allem die ersten fünf Jahrzehnte der Salzburger Festspiele lebendig. 100 Jahre Salzburger Festspiele - Schätze aus dem ORF Archiv CD Download ORF-CD 820

11.30 Uhr
Des Cis

mit Marie-Theres Himmler. Leila Schayegh und das Bachwerkeverzeichnis 1001-1006. Drei Sonaten und drei Partiten für Solovioline hat Johann Sebastian Bach im Jahr 1720 zu einer beinahe korrekturlosen Reinschrift zusammengefügt. Diese "Sei Solo á Violine senza Basso accompagnato" hat die renommierte Barockgeigerin Leila Schayegh für ihr neues Doppelalbum aufgenommen. Auf beeindruckende Weise bringt Schayegh die vielen kompositorischen Facetten dieser Werke zu Gehör. Melodik, Rhythmik, Harmonik greifen ineinander, Strukturelles und Ornamentales werden eins.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Tschechisches Philharmonisches Kammerorchester, Dirigent und Violine: Josef Spacek; Tomas Jamnik, Violoncello; Lukas Vondrácek, Klavier. Josef Suk: Serenade für Streicher Es-Dur op. 6 * Jan Václav Vorisek: Grand Rondeau für Klaviertrio und Orchester op. 25 * Antonin Dvorak: Serenade für Streicher E-Dur op. 22 (aufgenommen am 17. September 2020 im Rudolfinum in Prag im Rahmen des "Internationalen Dvorak Musikfestivals Prag 2020"). Präsentation: Stephanie Maderthaner Serenaden waren und sind dazu da, Helligkeit zu verbreiten, Menschen zu erheitern und idealerweise auch im Freien genossen zu werden - zur Aufmunterung vor nächtlichen Vergnügungen aller Art. Gleich zwei davon waren im September 2020 auf dem Programm des Tschechischen Philharmonischen Kammerorchesters im Prager Rudolfinum. Dazu konnten die Hörer und Hörerinnen an diesem Abend einen ostböhmischen Komponisten kennenlernen, der sogar einige Zeit lang in Wien gelebt hat: Václav Vorisek. Er war ein Zeitgenosse Beethovens, und seine Musik wirkt vertraut, obwohl sie kaum jemand kennt. Sein "Grand Rondeau" ist für eine ungewöhnliche Instrumentalbesetzung komponiert: für Klaviertrio und Orchester.

15.30 Uhr
Moment - nachhaltig leben

Was alles nicht gegessen wird. Nachhaltigkeit in der Küche 30 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen stehen mit Ernährung im Zusammenhang. Gleichzeitig landet rund ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel auf dem Müll. Keine Kleinigkeit, denn die bloße Halbierung des Lebensmittelmülls würde ebenso viele Klimagase sparen wie die Stilllegung jedes zweiten Autos, hat die Wiener Universität für Bodenkultur vorgerechnet. Die Hälfte dieses zum Großteil vermeidbaren Mülls wird in Haushalten produziert: im Schnitt werden in Österreich pro Kopf und Jahr rund 500 Kilogramm an genussfähigen Nahrungsmitteln entsorgt. Wer nachhaltig kocht und auch mit Resten umzugehen weiß, leistet also einen Beitrag zum Klimaschutz. Nach der Sendung ist ihre Meinung zum Thema Nachhaltigkeit in der Küche gefragt. Wie gehen Sie mit Abschnitten, weniger attraktiven Teilen von Nahrungsmitteln und Resten um? Verstehen Sie sich auf die so genannte Restlküche? - Anrufe erbeten unter 0800 22 69 79 oder per Mail an moment@orf.at. Gestaltung: Bea Sommersguter

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Rudi muss dringend zum Hundefriseur Wie so viele andere auch hat Rudi eine Lockdown-Frisur bekommen. Sein Fell ist schon so lang, dass seine wunderschönen Punkte wie Streifen aussehen. Deshalb schickt Rosi ihn zum Hundefriseur, wo er - um nicht sofort dranzukommen (das Schneiden kitzelt immer so furchtbar!) mit Christian plaudert und dabei viel Neues rund ums Hundefell erfährt. Christian: "Es gibt Hunde, die haben von Natur aus Dreadlocks. Also ganz speziell betrifft das Hütehunde und da hat das eine wichtige Funktion. Wenn der Hund im Freien ist, dann weisen die Dreadlocks das ganze Wasser ab. Wenn's aber ein Hund ist, der von Natur aus glatte Haare hat, dann passiert das wenn sich das Fell verfilzt. Dann zupft es an der Haut und das ist sehr unangenehm für den Hund. Die Hunde hören dann auf zu Laufen und liegen den ganzen Tag nur faul herum - die fühlen sich dann nicht mehr wohl." Gestaltung: Amba Botland

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

Die Zerstörung der Normalität Die argentinische Autorin Samanta Schweblin von Michael Hillebrecht Samanta Schweblin zählt zu den profiliertesten Autorinnen Südamerikas und lebt schon seit einigen Jahren in Berlin. Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa sieht in ihr eine der vielversprechendsten Stimmen der modernen spanischsprachigen Literatur. In ihren Kurzgeschichten und Romanen erzeugt die 1978 geborenen Autorin eine ungewöhnliche Melange aus erzählerischer Doppelbödigkeit und dramaturgisch geschickt aufgebauter Spannung. Nur wenige Schritte jenseits des gewöhnlichen Alltags bricht für ihre Figuren ein abgründiger Kosmos des Unvertrauten auf. Für Schweblin steht fest: "Wir versuchen jeden Tag normal zu sein, aber Normalität ist reine Fiktion." In ihrem neuen Roman "100 Augen" treibt ein fiktives elektronisches Gerät die Handlung an: Ein Plüschtier mit Mobilfunkverbindung und eingebauter Videokamera. Über dieses neuartige Spielzeug für Erwachsene werden wildfremde Menschen miteinander in Kontakt gebracht. Es entsteht ein globalisiertes Beziehungsgeflecht und bei allen Beteiligten kommen tiefste Sehnsüchte und unerwartete persönliche Abgründe ans Licht.

16.45 Uhr
Heimspiel

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs. Transatlantische Buntheit bei Ayom und Eldis La Rosa Colores Vor zwanzig Jahren kam er nach Wien, im Koffer den rhythmischen Reichtum Kubas, aber auch die Klassische Musik, die er in Havanna studiert hatte. Das Jubiläum dieser Reise über den Atlantik feiert der Komponist, Saxofonist und Multiinstrumtentalist Eldis La Rosa mit dem Album "Tiptoe Walking" seines Quartetts Colores (Farben). Für vielfältige, auch unerwartete Klangfarben sorgen Eldis La Rosas Kompositionen ebenso wie die die Besetzung: Chiao-Hua Chang (Taiwan) spielt die chinesische Geige Erhu, Igor Gross (Österreich) Vibraphon und Victoria Kirilova (Bulgarien) Kontrabass. Den Ozean überquerte auch die brasilianische Sängerin Jabu Morales und traf in Barcelona auf gleich gesinnte Musiker mehrerer Länder. Gemeinsam gründeten sie das Sextett Ayom, benannt nach der Yoruba-Gottheit (dem Orisha) der Trommeln und der Musik. Diesem Schutzpatron macht das gleichnamige Debütalbum alle Ehre. Forró aus dem brasilianischen Nordosten, portugiesische Saudade, italienische Melodik, das nuancierte Spiel auf Akkordeon, Gitarre, Perkussion und das Charisma der Frontfrau haben Ayom auf die aktuelle Bestenliste des Preises der Schallplattenkritik gebracht. Begründung der Jury: "Die Vielfalt der eingesetzten Rhythmen ist überwältigend: Merengue, Samba, Cumbia, Calypso, Tarantella, Polka ... das könnte auch schief gehen! Gelingt aber äußerst gut, ist ansteckend fröhlich, leichtfüßig und luftig."

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zur Geschichte des Impfens mit: Marcel Chahrour, Medizinhistoriker und Museumspädagoge Gestaltung: Hanna Ronzheimer Kaum eine Impfung ist in den vergangenen Jahrzehnten so heftig diskutiert worden wie die gegen Covid19. Impfskeptiker sind allerdings kein neues Phänomen. Es gibt sie seit der Einführung der ersten künstlichen Immunisierungen vor 300 Jahren. Im Jahr 1720 hatte man die Technik der "Einimpfung" oder "Variolation" aus dem Osmanischen Reich nach Europa geholt. Knapp 80 Jahre später erfand der englische Arzt Edward Jenner die Kuhpockenimpfung. Denn Kühe bekamen eine Form von Pocken, die für den Menschen ungefährlich war. Erkrankten Menschen an Kuhpocken, waren sie immun gegen die schwere Form der sogenannten "Menschenpocken". Tausende Österreicherinnen waren um 1800 an den lebensgefährlichen Pocken erkrankt, darunter besonders viele Kinder. Kaiserin Maria Theresia hatte drei ihrer Kinder an den Pocken verloren, auch sie selbst war 1767 daran erkrankt gewesen. Am 10. Dezember 1800 impfte man zum ersten Mal massenweise Wienerinnen und Wiener mit der neuen Kuhpocken - Methode. Doch einer der berühmtesten Ärzte Wiens war der Meinung, dies sei ein unzulässiger Eingriff in den Willen Gottes. Andere fürchteten, sich mit dem Kuhpocken-Impfstoff in Kühe zu verwandeln. Die Skepsis blieb und war nicht immer unbegründet: Die Impfeuphorie mancher Ärzte führte dazu, dass noch bis 1820 Menschen starben, weil man plötzlich glaubte, auch die Pest mit demselben Prinzip besiegen zu können.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Ein Ausflug hinter die Kulissen einer noch unterschätzten Branche. Gestaltung: Kilian Kirchgeßner In der Computerspiel-Branche gilt Tschechien als besonders kreativ. Viele der hier entwickelten Spiele sind weltweit äußerst erfolgreich. Der aktuelle Bestseller "Kingdom Come" zum Beispiel bietet eine Zeitreise ins Böhmen des Mittelalters. Schauplatz des ersten tschechischen Erfolgs "Mafia" (2002) ist eine finster-faszinierende Unterwelt. Die Spiele-Studios spüren gewaltigen Aufwind, obwohl sie vom Staat kaum unterstützt werden: 110 Entwicklerfirmen gibt es im Land mit einem Umsatz im dreistelligen Millionenbereich -im Vergleich zu der gigantischen US-amerikanischen Gaming-Maschinerie ist das Segment zwar klein, aber die tschechischen Unternehmen haben sich eine lukrative Nische gesucht und florieren. Ein Teil des Erfolgs kommt aus altem Know-How aus den unterschiedlichsten Branchen: Tschechien hat eine jahrzehntelange Trickfilm-Tradition, das Land ist ein gefragter Schauplatz für internationale Filmproduktionen und die Software-Industrie wächst, nicht zuletzt wegen zahlreicher gut ausgebildeter Computerspezialist/innen. Alles das fließt jetzt bei den Computerspielen zusammen.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Wozu Menopause? Ein Rätsel der Evolutionsbiologie Von Katharina Kropshofer Seine Gene bestmöglich weitergeben, das ist aus Darwins Sicht der Sinn des Lebens. Auch Säugetiere - inklusive unserer nächsten Verwandten, den Menschenaffen pflanzen sich beinahe bis an ihr Lebensende fort. Nicht so ist es bei Orcas, Belugawale, Narwale - und Menschen. Denn bei ihnen hört die regelmäßige Menstruation der Weibchen mit der Menopause auf. Damit diese aus evolutionärer Sicht Sinn macht, müssen Tiere einen guten Grund haben, um mit der Fortpflanzung aufzuhören und trotzdem weiterzuleben. Über diesen Sinn und die evolutionsbiologische Erklärung der Menopause ist sich die Wissenschaft bis heute uneinig. Was steckt hinter Erklärungsansätzen wie der "Großmutter-Hypothese" und umstrittenen Thesen rund um die Partnerwahl? Und was können uns Wale über eine matriarchale Gesellschaft erzählen?

19.30 Uhr
Mozartwoche 2021

Martha Argerich und Daniel Barenboim, Klavier. Wolfgang Amadeus Mozart: a) für Klavier zu vier Händen: Sonate C-Dur KV 521; Sonate F-Dur KV 497; Fünf Variationen über ein Andante G-Dur KV 501; b) Sonate für zwei Klaviere D-Dur KV 448 (aufgenommen am 27. Jänner im Mozarteum in Salzburg). Präsentation: Philipp Weismann

21.45 Uhr
Salon Funk

Der ORF Kulturpodcast mit Clarissa Stadler und Christine Scheucher. Eine Kooperation von ORF TV Kultur und Ö1

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Zukunft Wald. Potential für kommende Generationen (2). Gestaltung: Kim Cupal, Nikolaus Scholz Positionen in der Kunst. Viktor Rogy, Jonathan Meese, Marc Quinn, Louise Bourgeois (2) Gestaltung: Christine Scheucher, Thomas Mießgang Was ist Clubkultur? Vier Modelle aus Österreich (2). Gestaltung: Stefan Niederwieser

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Was Verdi nicht wagte. Zum 85. Geburtstag des Opern-Großmeisters Aribert Reimann Mit der zwischen röhrenden Clustern und vokal-instrumentalem Filigran ausgespannten Shakespeare-Vertonung "Lear" gelang Aribert Reimann in den 1970er-Jahren das Werk, an dem schon Giuseppe Verdi scheiterte; mit "Lear", diesem Markstein des Musiktheaters, trat Reimann zugleich aus dem Schatten Hans Werner Henzes. Heute steht er selbst im Rang eines unangefochtenen "Altmeisters" unter den deutschen Komponisten. Am 4. März 2021 feiert Reimann seinen 85. Geburtstag. Alles, was Reimann nach seinem "Lear" für die Bühne geschrieben hat, bis hin zur selbst an der Wiener Staatsoper bejubelten "Medea", will literarischen Stoffen von Qualität (nur solche sprechen Reimann an) Musik von je eigener Farbe und Expressivität an die Seite stellen, mit penibelst durchgearbeiteten, ausnotierten Partituren, die nichts dem Zufall überlassen. Und es soll für Stars der Opernbühne ausführbar sein, im "normalen" Opernbetrieb, nicht in "Nischen". So wie Aribert Reimann selbst auch immer in der "Praxis" stand, am liebsten als Liedbegleiter, und hier mit einer Palette von Schubert bis Eisler. Gestaltung: Chris Tina Tengel

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten